08. Oktober 2020 | Deutschland | Projekte

Kautschukböden für inklusive Lernwelten

Design, Akustik und Gesundheitsverträglichkeit – dieser Dreiklang schafft in der Erich-Kästner-Schule ein positives Lernumfeld

Weinheim, Oktober 2020 – Eine puristisch-moderne Optik, Langlebigkeit und Gesundheitsverträglichkeit – die Schulbaubehörde, Architekten und Nutzer hatten gleich mehrere Gründe, beim Neubau der Hamburger Erich-Kästner-Schule auf nora Kautschukböden zu setzen. Die Gesamtschule im Stadtteil Farmsen ist eine Inklusions-Schwerpunktschule: Mehr als zehn Prozent der insgesamt rund 1.400 Schüler haben erhöhten Förderbedarf. Da die Kinder und Jugendlichen den ganzen Tag in der Schule verbringen, war das Schaffen eines positiven Lernumfelds bei den Entscheidungsprozessen von zentraler Bedeutung. Daraus ergaben sich auch an die Baumaterialien wie den Bodenbelag hohe Anforderungen: Er musste ins Designkonzept passen, robust sein und zu einer guten Raumakustik beitragen. Wichtig waren den Verantwortlichen auch die Gesundheitsverträglichkeit und Nachhaltigkeit. Die in der Schule auf insgesamt rund 4.800 Quadratmetern in allen Bereichen verlegten nora Kautschuk-Beläge bringen die vielfältigen Anforderungen unter einen Hut.

Außergewöhnliche Materialkombination unterstützt Designkonzept

Die Erich-Kästner-Schule verfügt über zwei Standorte im Stadtteil Farmsen. An der Berner Au sind die Jahrgänge 1 bis 6 untergebracht, im einige hundert Meter entfernten Hermelinweg die Jahrgänge 7 bis 13. „So viel gemeinsames Lernen wie möglich – so viel Einzel- und Kleingruppenförderung wie notwendig“ ist der Leitgedanke der inklusiven Schwerpunktschule. Neben Regelschullehrern gehören auch Sonder- und Sozialpädagogen sowie Ergo-, Logo- und Physiotherapeuten zum Team. 2014 fiel die Entscheidung, am Standort Hermelinweg einen Ersatzneubau zu errichten, im Frühjahr 2020 wurde das Gebäude bezogen. Der vom Hamburger Büro SEHW Architekten unter der Leitung von Juan Hidalgo geplante Neubau besticht durch ein klares, lichtdurchflutetes Ambiente. Die terrassenförmige Gestaltung mit versetzten Ebenen bietet Schülern und Lehrkräften viel Freiraum. Die Verkehrsflächen wurden in die Nutzung miteinbezogen und dienen als Präsentations- und Ausstellungsbereiche. Passend zum modernen, monochromen Farbkonzept mit viel Grau und Weiß wurde auch der Boden gewählt. Auf Verkehrsflächen und Treppen liegt der noraplan unita in Dunkelgrau, die Klassenzimmer und Fachräume erhielten einen hellgrauen Belag. Mit seiner einzigartigen Kombination aus Kautschuk und Granit verleiht noraplan unita Räumen eine harmonische und besondere Atmosphäre: Die in den unifarbenen Boden eingearbeiteten Granitsplitter reflektieren das Licht in allen Facetten. „Mit seiner dezent-zurückhaltenden Anmutung und der richtungsfreien Oberfläche unterstreicht der Kautschukboden das ruhige Ambiente und setzt gleichzeitig durch die Lichtreflexion der Natursteine attraktive Akzente“, so Projektleiter Matthias Schweigger von SEHW Architekten. „Der Design-Faktor wird auch bei Schulbauprojekten erfahrungsgemäß immer wichtiger,“ sagt Martina Hoock, nora Marktsegment-Spezialistin für das Bildungswesen. Für die Gestaltung der Erich-Kästner-Schule war die Möglichkeit einer unverfugten Verlegung vorteilhaft – so konnte eine optisch einheitliche Flächenwirkung entstehen“, so Hoock weiter. In den Sanitärbereichen wurde norament arago installiert, ebenfalls in Dunkelgrau. Die Kautschukfliesen mit ihrer natürlichen Reliefstruktur und der besonders rutschfesten R10-Oberfläche sorgen in den WCs und Waschräumen für erhöhte Sicherheit und setzen auch dort das Gestaltungskonzept nahtlos fort.

Bodenbeläge mit Mehrwert: Gute Akustik, gute Raumluft und mehr Sicherheit

Wichtig war es, den Inklusionsanforderungen in der Erich-Kästner-Schule zu entsprechen. Dies bedeutet auch eine gute Raumakustik, die sich aus der DIN 18040-1 zur Barrierefreiheit ergibt. Neben Schallschutzmaßnahmen an Wänden und Decken kann auch der Bodenbelag einen Beitrag zu einer leisen Umgebung leisten. Der dauerelastische Kautschuk vermindert die Geräuschentstehung am Boden – beim Gehen ebenso wie beim Rücken von Tischen und Stühlen. So unterstützt noraplan unita eine angenehm ruhige Atmosphäre, selbst in den viel frequentierten Bereichen des Schulgebäudes. Auch in punkto Innenraumluft bieten die emissionsarmen und mit dem „Blauen Engel“ ausgezeichneten Kautschukböden entscheidende Vorteile: Sie sind frei von PVC sowie weichmachenden Substanzen und unterstützen ein gesundes Lernklima.

Zertifizierter Beitrag zum Klimaschutz mit CO₂-neutralen Böden

Ein entscheidendes Argument war für Architekten und Bauherrn auch die Langlebigkeit der Böden: „In den Hamburger U- und S-Bahnen liegen die Kautschuk-Beläge schon seit den 1970er Jahren und haben dort ihre hohe Belastbarkeit über Jahrzehnte eindrucksvoll unter Beweis gestellt,“ unterstreicht Architekt Schweigger. Die jahrzehntelange Haltbarkeit der Kautschukböden ist sowohl unter dem Aspekt der Nachhaltigkeit als auch dem der Wirtschaftlichkeit von Bedeutung. Denn gerade im Öffentlichen Bau wird bei der Entscheidung für einen Bodenbelag zunehmend auf dessen Lebenszykluskosten geachtet. Dabei ist nicht nur der Anschaffungspreis entscheidend, sondern auch der langfristige, kostengünstige Unterhalt sowie der langjährige Verbleib im Objekt. Dies war auch im Fall der Erich-Kästner-Schule ein weiteres Überzeugungskriterium. Die widerstandsfähigen noraplan Beläge müssen aufgrund ihrer dichten Kautschukoberfläche nicht beschichtet werden und sind daher äußerst pflegleicht. Zudem wird zur Reinigung nur Neutralreiniger benötigt, aggressive Reinigungschemikalien sind überflüssig. Ein weiteres Plus: Wie alle Bodenbeläge aus dem Hause Interface sind auch nora Kautschukböden über den gesamten Produktlebenszyklus hinweg CO₂-neutral. Im Werk Weinheim wird kontinuierlich daran gearbeitet, CO₂-Emissionen zu vermeiden bzw. zu reduzieren und so den eigenen CO₂-Fußabdruck weiter zu verringern. Die unvermeidbaren CO₂-Emissionen werden durch den Erwerb von Emissionsminderungszertifikaten kompensiert, mit denen Klimaschutzprojekte finanziert werden. Den Architekten und Nutzern der Erich-Kästner-Schule wurde die CO₂-Neutralität der nora Kautschuk-Beläge durch ein entsprechendes Zertifikat bescheinigt. Die Interface Carbon Neutral Floors™ Programm unterstützt Planer, Bauherren und Endnutzer seit 2020 beim Erreichen ihrer eigenen Klimaziele. Eine Urkunde bestätigt ihnen auf Wunsch die CO₂-Neutralität der Kautschuk-Bodenbeläge.*

Bautafel

Objekt Erich-Kästner-Schule, Hamburg
Bauherr

SBH | Schulbau Hamburg, www.hamburg.de

Architekt

SEHW Architekten, Hamburg, www.sehw.de

Produkte

noraplan® unita, Farbe 6445, 6444,
noraplan® uni, Farbe 6523, 6937
norament® arago, Farbe 5176 verlegte Gesamtfläche ca. 4.800 m²

Verlege-Datum 06 - 11/2019
Einsatzbereiche Klassenräume, Atrium, Aula, Fachräume, Verwaltungsräume, Mensa, Flure, Treppen, Sanitärbereiche
Copyright Fotos Andreas Fromm

* Der Text ist zum Abdruck frei, Fotoveröffentlichung im Zusammenhang mit Pressemitteilungen der nora systems GmbH honorarfrei bei Quellenangabe. Das Copyright finden Sie unter Bildeigenschaften => Details. Verwendung für Werbezwecke nicht gestattet. Wir bitten um ein Belegexemplar.

Über nora systems

nora® by Interface ist ein weltweit führender Hersteller von Kautschuk-Bodenbelägen im Objektbereich. Die nachhaltigen und leistungsfähigen nora® Premium-Kautschukböden werden seit fast 70 Jahren in Deutschland produziert. Sie schaffen Innenräume, die Gesundheit, Sicherheit und Wohlbefinden der Gebäudenutzer fördern. nora Kautschukböden sind robust, pflegeleicht sowie ergonomisch und unterstützen eine gute Raumakustik.  

Interface Inc. ist ein global agierender Bodenbelagshersteller, der sich auf CO2-neutrale textile modulare und elastische Bodenbeläge spezialisiert hat – darunter Luxury Vinyl Tiles (LVT) und nora® Kautschukböden. Gemeinsam mit seinen Kunden kreiert das Unternehmen nachhaltige Innenräume für höchste Ansprüche, die Wohlbefinden, Produktivität und Kreativität fördern. Interface arbeitet kontinuierlich daran, die CO2-Emissionen innerhalb der Wertschöpfungskette durch verschiedene Maßnahmen weiter zu reduzieren und kompensiert verbleibende CO2-Emissionen durch den Erwerb von Zertifikaten geprüfter Emissionsminderungsprojekte. Die Interface-Mission Climate Take Back™ lädt die Branche dazu ein, sich anzuschließen und sich ebenfalls zu verpflichten, durch verantwortliches Handeln die Auswirkungen des Klimawandels rückgängig zu machen und ein lebenswertes Klima zu schaffen

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