21. November 2017 | Deutschland | Produkte

“Ein Boden, der alle Anforderungen erfüllt“

Der Star-Architekt Lord Norman Foster zum 50. Jubiläum von norament 926

Weinheim, November 2017 – Bis heute kommen regelmäßig Scharen von Architekturstudenten aus der ganzen Welt nach Ipswich in Suffolk, England. Ihr Ziel: Das zum Architektur-Klassiker avancierte Bürogebäude des Unternehmens Willis, Faber & Dumas, inzwischen Willis Towers Watson Building oder einfach Willis Building genannt. Das von Foster + Partners entworfene und 1975 fertiggestellte Projekt gilt als Pionierleistung im Bereich der Büroarchitektur. Beim Bau wurde eine Vielzahl von damals bahnbrechenden Konstruktionsmethoden, Techniken und Materialien eingesetzt. Darunter auch norament 926 – der Rundnoppen-Belag aus Kautschuk von nora systems. Die Vision von Lord Norman Foster für das Vorzeigeprojekt: Ein universell für verschiedene Anwendungsbereiche geeigneter Bodenbelag. Mit dem leuchtend grünen Farbton wollte der britische Stararchitekt die Natur ins Haus holen. Bis heute gehört die inzwischen „Ipswich-Grün“ genannte Farbe zum nora Standardsortiment. Zum 50. Geburtstag von norament blickt Lord Norman Foster auf dieses Projekt zurück.

Lord Norman Foster

Wie sind Sie damals auf norament 926 aufmerksam geworden und was hat Ihnen an dem Kautschuk-Belag besonders gefallen?


LF: Flexibilität war beim Bau des Willis-Gebäudes der Schlüsselbegriff. Wir haben nach einem Bodenmaterial gesucht, das umfassend einsetzbar war – von der Eingangshalle bis hin zum Technikraum. Der Belag sollte zudem extrem robust und langlebig sein. norament 926 hat alle diese Anforderungen erfüllt und war somit die geeignete Lösung für die unterschiedlichen Anwendungsbereiche. 

Warum haben Sie für das Willis-Gebäude gerade einen grünen Bodenbelag im Sinn gehabt?

LF: Ganz oben auf dem Gebäude befindet sich ein Dachgarten, den wir durch eine Art „grünen Teppich“ in das Haus integrieren wollten. Das Thema Natur sollte also im Inneren wieder aufgegriffen werden. Das Grün, das uns vorschwebte, gehörte damals nicht zur nora Produktpalette. Durch die enge Zusammenarbeit mit dem Unternehmen ist es aber gelungen, den Farbton speziell für das Willis-Projekt zu entwickeln. Außerdem unterstreicht die Farbe Grün natürlich auch die Nachhaltigkeit des Gebäudes. 

Welche Vision hatten Sie für das Gebäude und welches Designkonzept haben Sie verfolgt?

LF: Das Willis-Gebäude wurde so geplant, dass schon beim Bau die zukünftig möglichen Anforderungen durch den technologischen Fortschritt berücksichtigt wurden. So ging zum Beispiel einige Jahre später die Umstellung von Schreibmaschinen hin zu elektronischen Textverarbeitungssystemen problemlos vonstatten. Möglich wurde dies durch die im ganzen Gebäude verlegten Doppelböden, in denen die Kabel der Computer Platz fanden. Dieses Entwurf-Detail war Mitte der 1970er Jahre revolutionär – diese Konstruktionen kamen damals sonst nur in Server-Räumen zum Einsatz. Ziel unseres Designkonzepts war es außerdem, die Lebensqualität am Arbeitsplatz zu erhöhen und Licht und Luft ins Gebäude zu bringen.

Haben Sie damals vorausgesehen, dass der von Ihnen entwickelte Grünton ein solcher Erfolg werden würde und dass „Ihre“ Farbe noch heute fester Bestandteil des nora Produktportfolios ist?

LF: Das unverwechselbare Grün war gleich ein großer Erfolg, ganz unabhängig vom Projekt Willis Coroon. Ich erinnere mich, dass der Architekt Sir James Frazer Stirling den Farbton kurz darauf für die Stuttgarter Staatsgalerie verwendete. Limetten-Grün ist ja bis heute ein sehr populärer Farbton. Bei meiner damaligen Recherche hat mich übrigens eine Stoffprobe inspiriert.*



Über Lord Norman Foster

Norman Foster ist Gründer und Vorstandsvorsitzender von Foster + Partners, einem international tätigen Studio für Architektur, Design und Ingenieurwissenschaften. In den vergangenen fünf Jahrzehnten war er der Vorreiter eines nachhaltigen und ökologischen Ansatzes in der Architektur. Fosters Arbeitsspektrum reicht von Masterplänen zur Stadtentwicklung und Infrastrukturprojekten über Entwürfe für Büros und kulturelle Gebäude bis hin zu Industriedesign. 1999 erhielt er den hoch angesehenen 21. Pritzker Architekturpreis und wurde von der Queen für sein Lebenswerk mit dem Titel „Lord Foster of Thames Bank“ ausgezeichnet. 


Über Foster + Partners

Foster + Partners ist ein globales Studio für Architektur, Urbanismus und Design, dessen Arbeit auf Nachhaltigkeit basiert. 1967 von Norman Foster gegründet, hat es sich weltweit einen Namen für die Integration von Architektur mit Ingenieurwissenschaften und anderen verwandten Disziplinen gemacht. Ziel ist es, einen innovativen Ansatz für die Gestaltung von Gebäuden, Räumen und Städten zu etablieren.
 

Copyright Fotos:

1 - Carolyn Djanogly, 2 - Manolo Yllera,  3, 4 - Nigel Young / Foster+Partners

Lord Norman Foster

Lord Norman Foster

Willis Building Ipswich

Willis Building Ipswich

*Der Text ist zum Abdruck frei. Wir bitten um ein Belegexemplar. Copyright-Angaben zu den Fotos unter: Bildeigenschaften => Details.

 

Über nora systems

nora® by Interface ist ein weltweit führender Hersteller von Kautschuk-Bodenbelägen im Objektbereich. Die nachhaltigen und leistungsfähigen nora® Premium-Kautschukböden werden seit fast 70 Jahren in Deutschland produziert. Sie schaffen Innenräume, die Gesundheit, Sicherheit und Wohlbefinden der Gebäudenutzer fördern. nora Kautschukböden sind robust, pflegleicht sowie ergonomisch und unterstützen eine gute Raumakustik.

Interface Inc. ist ein global agierendes Bodenbelagsunternehmen, das sich auf CO2-neutrale textile modulare und elastische Bodenbeläge spezialisiert hat – darunter Luxury Vinyl Tiles (LVT) und nora® Kautschukböden. Gemeinsam mit unseren Kunden arbeiten wir daran, Innenräume für höchste Ansprüche zu kreieren, die Wohlbefinden, Produktivität und Kreativität fördern und mehr Nachhaltigkeit schaffen. Unsere Mission Climate Take Back™ lädt die Branche dazu ein, sich uns anzuschließen und sich ebenfalls zu verpflichten, durch verantwortliches Handeln die Auswirkungen des Klimawandels rückgängig zu machen und ein lebenswertes Klima zu schaffen.

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