|
Blasenbildung
Folgende Ursachen können nach der Verlegung zu einer Blasenbildung bei elastischen Bodenbelägen führen:
- Verlegung auf zu feuchtem Unterboden.
- Fehlende Dampfsperre/Dampfbremse bei Wasserdampfdiffusion
- Zu spätes Einlegen ins Klebstoffbett
- Zu geringe Klebstoffmenge
- Überwässerung der Spachtelmasse
- Ungenügende Druckfestigkeit der Spachtelmasse
- Verwendung von harten Stuhlrollen
- Ungenügende Beständigkeit des Belages gegen Öle & Fette
- Weichmacher und Chemikalien.
Hierzu einige Schadensbilder:


Bodenschutzsystem
Sand, Steine, Späne, scharfkantige Gegenstände können zu irreparablen Schäden bei
elastischen Bodenbelägen führen. Gerade in der Bauphase wird der Bodenbelag oftmals durch
andere Gewerke beschädigt. Daher ist es wichtig, den Bodenbelag in der Bauphase mit geeigneten Materialien zu schützen. Ein geeignetes Bodenschutzsystem, das wieder aufnehmbar und wieder verwendbar ist, bietet z.B. die Fa. Rele, an. Weitere Informationen dazu finden Sie unter www.rele-systems.de.

Dämmunterlagen
Flächenverlegungen auf Dämmunterlagen sollten nur in Ausnahmefällen und nach Freigabe des Dämmunterlagenherstellers durchgeführt werden.
Da bei der Verlegung auf Dämmunterlagen bei punktueller Druckbelastung mit einem verstärkten Resteindruckverhalten gerechnet werden muss,
sollten derartige Verlegungen nur bedingt erfolgen. Weiterhin stellen elastische Dämmunterlagen keinen ausreichend saugenden Untergrund
für die Klebung mit Dispersionsklebstoffen dar.
Eine Alternative zu Dämmunterlagen stellen unsere noraplan® acoustic Beläge dar. Der Vorteil gegenüber der Verwendung einer Dämmunterlage
liegt in der Einsparung eines weiteren Arbeitganges als auch in der Verarbeitung, da eine übliche Nassklebung durchgeführt wird.
Eindrücke
Moderne Gleiter für Stuhlbeine, Tisch- und Schrankfüße sowie harte Rollen weisen oftmals eine ungenügende
Aufstandsfläche auf und führen zu hohen und unkontrollierbaren Punktlasten. Daraus resultieren unweigerlich
verbleibende Eindrücke im Bodenbelagsystem.


Nähere Untersuchungen zeigen, dass die Klebstoffriefe am meisten zum Gesamtresteindruck beiträgt.
Durch das plastische Verhalten vieler Dispersionsklebstoffe ist eine Rückbildung des Eindrucks
nicht mehr möglich, sprich der Belag wird unten gehalten. Obwohl der Bodenbelag im unverklebten
Zustand den Anforderungen hinsichtlich des Resteindruckverhaltens gemäß EN 433 entspricht, wird
die Eindrucktiefe im verklebten Zustand in der Praxis um ein vielfaches überschritten.


Wie können verbleibende Eindrücke weitgehend vermieden werden?
- Durch eben gespachtelte Untergründe im Rakelverfahren, lässt
sich der Klebstoff in einer gleichmäßigen Schichtdicke, ohne
Klebstoffnester aufbringen.
- Durchführung einer Nassklebung, d.h., frühzeitiges Einlegen des
Belages ins Klebstoffbett.
- Verwendung geeigneter Gleiter/Stuhl- und Möbelrollen. Kufen und
Gleiter des Mobiliars müssen weich und ohne scharfe Kanten und Radien ausgeführt sein. Wichtig ist zudem eine vollflächige und möglichst große
Auflagefläche. Bei Verwendung von Stuhlrollen müssen diese der EN
12529, Typ W, entsprechen.
Hier einige Beispiele für aus unserer Sichtweise geeignete Gleiter :


Fußbodenheizung
nora® Kautschukbeläge sind ebenfalls für die Verlegung auf Estriche mit Warmwasserfußbodenheizung geeignet.
Vor der Verlegung ist auch bei Heizestrichen der Nachweis über die Verlegereife hinsichtlich Untergrundfeuchtigkeit zu erbringen.
Damit diese Prüfungen durchgeführt werden können, müssen entsprechende Messstellen bereits vom Estrichleger markiert werden.
Weiterhin ist dem Bodenleger ein Aufheizprotokoll für die beheizten Fußbodenkonstruktionen vorzulegen.
Eine Verlegung unserer Kautschukbeläge auf elektrische Flächenheizungen ist ebenfalls möglich. Eine wichtige
Voraussetzung für solche Systeme ist das Einbetten der elektrischen Flächenheizung in die Spachtelmasse.
Darauf ist nochmals eine mindestens 2 mm dicke selbst verlaufende Spachtelmasseschicht vor der Verlegung aufzubringen.
Kellenschläge / Unebenheiten
Kellenschläge, die durch das Aufbringen der Spachtelmasse mit der
Glättkelle entstehen, sind oft erst nach der Verlegung der elastischen
Bodenbeläge sichtbar. Um eine optimale Optik nach der Verlegung zu
erreichen, empfehlen wir die Spachtelmasse mit einer eine Zahnrakel
aufzubringen. Die Zahnung sollte entsprechend der Auftragsmenge
gewählt werden. Damit die selbstverlaufenden Spachtelmassen noch
ausreichend verlaufen können und um einen optimalen saugfähigen
Untergrund zu erreichen, sollte mindestens eine 2 mm starke Schicht
aufgetragen werden. Durch abschließendes Abwalzen mit einer
Stachelwalze wird eine nahezu ebene Fläche erhalten.
Das Aufbringen der Spachtelmasse mit der Flächenrakel haben wir in
unsere Ausschreibungsempfehlungen als auch Aufbauempfehlungen
aufgenommen.
Vor dem Aufbringen des Klebstoffs sollte der Untergrund mit z.B. einem
Staubsauger gereinigt werden, damit keine Spachtelmassenrückstände,
Steinchen usw. eingeschlossen werden.



Klebstoffe
nora® Kautschukbeläge können mit umweltfreundlichen und lösungsmittelfreien Klebstoffen verklebt werden.
Nähere Informationen und Empfehlungen entnehmen Sie bitte aus unseren mit den Verlegewerkstoffherstellern abgestimmten
Aufbauempfehlungen.
Entfernbarkeit von Reaktionsklebstoffen:
Gelangen Reaktionsklebstoffe auf die Belagsoberfläche, so sind diese lediglich im frischen Zustand rückstandslos entfernbar.
Hierzu einfach nora ® Flüssigwachs auf einen Lappen geben und den noch nicht ausreagierten Klebstoff aufnehmen.
Stippnähte
Folgende Ursachen können nach der Verlegung zu einer Stippnahtbildung bei elastischen Bodenbelägen führen:
Ungenügendes Akklimatisieren des Bodenbelages vor der Verlegung
Temperaturschwankungen in der Abbindephase des Klebstoffs
Verklebung erfolgte mit einem ungeeigneten Klebstoff
Zu spätes Einlegen ins Klebstoffbett
Zu geringe Klebstoffmenge
Belag wurde unter Spannung eingelegt
Falscher Nahtschnitt


Verfugung
Bei einer fachgerechten Verlegung gemäß unseren Verlegeempfehlungen
müssen nora® Kautschukbeläge nicht verfugt werden, was hinsichtlich einem geschlossenen Verlegebild optische Vorteile bringt.
Wir möchten darauf hinweisen, dass aufgrund von Hygieneanforderungen (z.B. in Krankenhäusern) in bestimmten Bereichen, wie z.B.
OP-Bereiche oder Intensivstationen, eine Verfugung vonseiten der Hygienekommission vorgeschrieben wird.
In Nassbereichen und in Bereichen wo über längere Zeit Feuchtigkeit eingetragen wird sollte grundsätzlich eine Verfugung erfolgen.
Nähere Informationen zur Verfugung finden sie hier.
Verlegung auf vorhandenem Bodenbelag
Ein bereits verlegter elastischer Fußbodenbelag stellt keinen verlegereifen Untergrund gemäß VOB Teil C, DIN 18365 - Bodenbelagsarbeiten, dar.
Da die allgemeinen Prüfpflichten des Untergrundes bei einem vorhandenen Bodenbelag nicht ausgeführt werden können wir keine Empfehlung für eine sichere Verlegung abgeben.
|