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  noraplan® Trittschallschutzbeläge

  Bahnen und Fliesen

(Entspr. DIN EN 1816 "Elastische Bodenbeläge - Elastomerbeläge mit Schaumstoffbeschichtung")

Für die Klebung von noraplan® mit Schaumunterseite eignet sich Einseit-Dispersionsklebstoff.

Spannungsarme Spachtelmassen weisen eine geminderte Saugfähigkeit auf. Dies muss bei Verwendung von Dispersionsklebstoff durch Aussteuern des Einlegezeitpunktes berücksichtigt werden, denn der im Dispersionsklebstoff enthaltene Wasseranteil muss weitgehend von der Luft aufgenommen werden.

Die Unterbodentemperatur muss während der Verlegung und des Abbindens des Klebstoffs mind. 15 °C betragen. noraplan® muss zum Verlegen Unterbodentemperatur haben. Im Winter muss deshalb der Belag einige Tage bei Verlegetemperatur gelagert werden.

Verlegung und Klebung

A: Bahnen

Der Nahtschnitt erfolgt grundsätzlich vor dem Kleben. Beide Bahnen ca. 3 cm überlappend, auslegen - werkseitig geschnittene Kante über die nicht geschnittene Kante. Mit Linealführung (ca. 1 cm/Abstand zur geschnittenen Bahnenkante) wird mit dem nora® Kantenschneider oder mit der geraden Messerklinge (Trapezklinge, siehe nora® Spezialwerkzeuge) die werkseitig geschnittene Kante begradigt und die Nutzschicht der unteren Bahn durchgeschnitten. Mit der großen Hakenklinge wird die verbleibende Schaumschicht abgetrennt.
Breite des abgeschnittenen Randstreifens ca. 2 cm.

Bei kurzen Bahnen - bis Lineallänge - ist auch das Schneiden beider Bahnenkanten entlang der Schiene möglich. Die Bahnen werden dann nur aneinandergeschoben.

In keinem Fall dürfen beide Kanten auf einmal mit der "großen Hakenklinge" geschnitten werden.

Der Unterkantenschnitt ist wegen der hohen Elastizität des Materials nicht möglich.

Hinweis:
Die Pfeilrichtung auf der Belagrückseite beachten. Bahnenware bzw. Fliesen immer in gleicher Richtung verlegen.

B: Fliesen

  • In der Praxis hat sich das unverklebte Auslegen ganzer Räume bzw. größerer Teilflächen - einschl. Einschneiden der Randplatten, Türanschlüsse, Rohrdurch-führungen usw. - bewährt.
  • Dabei ist immer in die gleiche Pfeilrichtung zu verlegen, und zwar so, dass die aufgedruckten Pfeile auf den Fliesenrückseiten zueinander liegen.(s. Abb.)

    Durch diese Fliesenanordnung werden die besten Verlegeergebnisse erzielt. Danach werden Plattenreihen umgeklappt und geklebt. Diese Methode hat den Vorteil, dass die liegenden Platten als Anschlag für die einzulegenden Platten dienen. Fugenversatz oder ungerader Fugenverlauf werden dadurch vermieden.

  • Die Hinweise und Verarbeitungsrichtlinien der Klebstoffhersteller sind genau zu beachten. Im Zweifelsfall muss der Klebstoffhersteller die Eignung des Klebstoffs zur Klebung des Belags auf einem bestimmten Unterboden bestätigen.

  • Dispersionsklebstoff

    Klebstoff auf den Unterboden mit gezahntem Spachtel auftragen (z.B. TKB A2).

    Verbrauch: 300 - 350 g/m²


    TKB A2

    Abgenutzte Zahnleisten rechtzeitig ersetzen. Die notwendige Ablüftezeit ist von der Temperatur, der Luftfeuchtigkeit und der Saugfähigkeit des Untergrundes abhängig. Eine genaue Zeitangabe ist daher nicht möglich.

    Die Klebstoffriefe muss noch einen weichen Kern haben. Bei der Fingerprobe muss der Klebstoff noch Fäden ziehen, darf aber nicht mehr schmieren. Beim Einlegen muss eine vollflächige Benetzung der Belagunterseite erreicht werden.

  • Die Belagkanten ohne Spannung einlegen.
    Auf keinen Fall pressen oder stauchen.

    Wichtig: Verdrückungen durch punktuelle Belastungen - z.B. Knieabdrücke - sind unbedingt zu vermeiden.

  • Belag sorgfältig und vollflächig anreiben, z.B. mit Korkbrett, und/oder anwalzen. Bei Dispersionsklebstoff das Anreiben je nach Temperatur nach einiger Zeit wiederholen, vor allem an den End- und Nahtbereichen.

  • Der Belag muss während der Verlegung und Abbindezeit des Klebstoffs vor Temperaturänderung, z.B. Sonneneinstrahlung, geschützt werden.

    Nass- oder Feuchtreinigung darf erst nach dem Abbinden des Klebstoffs - ca. 48 Stunden - durchgeführt werden.

  • Ausfugen der Beläge

    A: Bahnen
    Aufgrund des elastischen Unterteils ist das Verfugen der Belagnähte mit nora® Thermoschnur erforderlich und sollte frühestens 24 Stunden nach der Verlegung erfolgen. Siehe entsprechende Verarbeitungsempfehlung.

    B: Fliesen/Bahnen
    Aufgrund unserer speziellen Verlegetechnik kann auf ein Verfugen der Fliesen- bzw. Bahnenware verzichtet werden. In diesem Fall ist zu berücksichtigen, dass die üblichen Nassreinigungsverfahren bei der Bauschlussreinigung als auch Unterhaltsreinigung nicht angewendet werden dürfen. Deshalb muss die Bauschlusssreinigung im Spray-Cleaner-Verfahren und die Unterhaltsreinigung im Feuchtwischverfahren erfolgen. Siehe Reinigungs- und Pflegeempfehlung.

    Besonderheiten:

    1. Bürorollstühle müssen mit Rollen nach DIN EN 12 529, Typ W (weiche Laufflächen), ausgerüstet sein. Gleichlautend darf bei fahrbaren Geräten der mittlere Flächendruck der Rolle auf den Fußboden 4 N/mm² nicht überschreiten.

      Bei Stuhlrollenbeanspruchung müssen Estrich und die verwendeten Hilfsstoffe (z.B. Spachtelmasse, Klebstoff) stuhlrollengeeignet sein.

    2. Bei Verlegung auf Estrichen mit Fußbodenheizung sind der Inhalt des Merkblattes "Elastische Bodenbeläge, textile Bodenbeläge und Parkett auf beheizten Fußbodenkonstruktionen" und die ergänzenden Hinweise (Stand Juli 1984) zu beachten (Herausgeber: Zentralverband des Deutschen Baugewerbes e.V., Bonn), vor allem bezüglich der Temperierung und Austrocknung des Unterbodens vor, während und nach der Verlegung (Abschnitt 8.5). Wenn die DIN 4725, Teil 4, Warmwasser-Fußbodenheizung vereinbart wurde, ist diese ergänzend zu beachten.
      Außerdem dürfen nur Klebstoffe mit entsprechender Temperaturbeständigkeit verwendet werden.

     

     

       
     
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